Verkehrsträger - Schiene
Schieneninfrastruktur spiegelt die logistische Bedeutung wider
Das Streckennetz der Deutschen Bahn AG umfasst in Baden-Württemberg etwa 3.800 km; hinzukommen etwa 900 km der nicht bundeseigenen Eisenbahnen. Die Hauptachsen des Schienengüterverkehrs umfassen zusammengerechnet 1.206 Streckenkilometer.
Rheintalstrecke Mannheim-Basel


Container-Stapler im Hafen lädt Güterzug
Für den internationalen Schienenverkehr ist die Rheintalstrecke zwischen Mannheim und Basel ein bedeutender Korridor für den Personenverkehr und insbesondere auch für den Güterverkehr. Über diese Strecke ist Baden-Württemberg hervorragend an die Häfen Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam (ARA-Häfen) und den Mittelmeerraum angebunden. In diesem Zusammenhang muss die Rheintalbahn zukünftig auch ihrer Funktion als Zulaufstrecke für die NEAT (Neue Eisenbahn Alpen Transversale) durch die Schweiz gerecht werden.
Hochgeschwindigkeitsstrecke Mannheim–Stuttgart
Die bestehende Hochgeschwindigkeitsstrecke Mannheim–Stuttgart ist für gemischten Personen- und Güterverkehr konzipiert und bietet eine hervorragende Verbindung der zwei größten Städte in Baden-Württemberg. Eine direkte Verkehrsbeziehung zum Rangier- und Umschlagbahnhof Kornwestheim ist über Bietigheim-Bissingen und Ludwigsburg möglich. Rangierbahnhöfe existieren in Baden-Württemberg auch noch in Mannheim und Offenburg. Hinzu kommen noch Satelliten mit Rangiermitteln (v. a. Lokomotiven) in Karlsruhe, Basel und Stuttgart-Untertürkheim.
Einbindung in Europamagistrale Paris-Budapest
Mit dem Bahnprojekt Neubaustrecke Stuttgart – Ulm mit Stuttgart 21 wird Baden-Württemberg in die Europamagistrale Paris-Budapest, die Städte und Agglomerationen von unverkennbarer wirtschaftlicher und kultureller Bedeutung verbindet, eingebunden.
Der Kopfbahnhof Stuttgart wird zum Durchgangsbahnhof ausgebaut und durch ein Ringsystem an das regionale und überregionale Schienennetz angeschlossen. Richtung Südosten rollt der Bahnverkehr in Zukunft über eine leistungsfähige Neubaustrecke, die in weiten Bereichen entlang der Autobahn A 8 verläuft und Höchstgeschwindigkeiten bis zu 250 km/h zulässt. Bahnangebote werden deutlich ausgeweitet und Fahrzeiten verkürzt. Baden-Württemberg bekommt mit dem tiefergelegten Stuttgarter Hauptbahnhof, dem neuen Bahnhof am Flughafen und an der Neuen Messe eine einzigartige Verknüpfung des Schienen-, Straßen- und Luftverkehrs, die Synergieeffekte schafft und Symbol des modernen Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg ist.
Süd- und Gäubahn
Die Südbahn bindet in Ulm den oberschwäbischen Raum an die ICE-Linie Stuttgart-München an und die Gäubahn verbindet wesentliche Teile des Landes mit der Schweiz und Norditalien.
Logistikzüge der Bahn
Mit der europaweiten Zunahme der Verkehrsströme auf den Autobahnen und Fernstraßen wird der Bahn in Zukunft eine noch größere Bedeutung zukommen. Die zunehmende Nutzung der Bahn in so genannten Logistikzügen (z. B. für Automobilteile bei Opel, Kaufmannsgüter bei Karstadt) zeigt in diese Richtung.
Kombinierter Verkehr


Container-Frachtumschlag vom LKW auf Schiene
Beim Kombinierten Verkehr (KV) werden die jeweiligen Vorteile der Verkehrsträger Straße und Schiene vereint. Der Straßenverkehr übernimmt die Sammlung und Verteilung der Güter an der Quelle und am Ziel. Der Zugverkehr bedient gebündelt die weite Strecke und entlastet damit Relationen wie den Alpentransit der Straße.
Nutzen transeuropäischer Schienennetze
Europa ist nach wie vor der größte Binnenmarkt der Welt. Transeuropäische Schienennetze tragen hier wesentlich zu einer Verbesserung des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts der Gemeinschaft bei und stärken die wirtschaftliche Zukunft Baden-Württembergs mit zusätzlichen Arbeitsplätze und Investitionen im ganzen Land.
