Zukunftsworkshop Baden-Württemberg - Exportstandort im Hinterland: Potential und Herausforderungen
Staatssekretär Richard Drautz lud zu diesem Zukunftsworkshop am 20. Juli 2009 ins Wirtschaftsministerium ein
Effiziente Logistikdienstleistungen zwischen Baden-Württemberg und den Nordseehäfen sowie den oberitalienischen Häfen sind ein entscheidender Standortfaktor für einen exportstarken Produktionsstandort wie Baden-Württemberg.
Für die Bewältigung der Warenströme ist eine effiziente Nutzung der Verkehrsträger Schiene, LKW und Binnenschiff notwendig, um Waren an die Hinterlandhubs zu bringen, von denen aus die Verteilung in die Regionen organisiert wird. Naturgemäß liegen die besonderen Herausforderungen in der Gestaltung der intermodalen Schnittstellen.
Voraussetzung für eine nachhaltige und effiziente Verbesserung der Hinterlandverkehre sind neben der – nur langfristig veränder- und anpassbaren Infrastruktur auch die Kommunikationsprozesse und –kultur der an der Transportkette beteiligten Akteure.
Am 20. Juli 2009 trafen sich über 40 baden-württembergische Experten von Infrastrukturbetreibern, Verladern, Logistikdienstleistern, aus Wirtschaftsorganisationen und Hochschulen sowie aus dem Bereich der Wirtschaftsförderung im Wirtschaftsministerium zu einem Zukunftsworkshop unter der Überschrift Exportstandort im Hinterland.
Es wurde engagiert darüber debattiert, welche Ressourcen im Hinterlandstandort Baden-Württemberg selbst aktiviert werden können, um die Anbindung an die Seehäfen zu verbessern und welche Themen gemeinsam mit Partnern innerhalb und außerhalb des Landes voran getrieben werden müssen.
Staatssekretär Drautz machte deutlich, dass er großen Wert darauf legt, dass in diesen Prozess die spezifischen Erfahrungen von allen Beteiligte in der Transportkette zwischen Baden-Württemberg und den Seehäfen einfließt und dass uns die gegenwärtige Verkehrslage nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass es im Hinterlandverkehr noch viel Verbesserungspotenzial gibt.
Die Diskussion ergab viele Ansatzpunkte für die Sicherstellung und bessere Nutzung der Infrastruktur in Baden-Württemberg sowie für den Abbau bürokratischer Hürden. Ferner liegt ein großes Potenzial in der stärkeren Vernetzung der Akteure über die gesamte logistische Kette hinweg.
Das Wirtschaftsministerium wird die Ergebnisse des Workshops gemeinsam mit den Akteuren im Rahmen weiterer Veranstaltungen vertiefend bearbeiten.
Dokumentation des Zukunftsworkshops am 20. Juli 2009
Publikation über der Zukunftsworkshop "Baden-Württemberg – Exportstandort im Seehafenhinterland: Potenzial und Herausforderungen"
November 2008 - Wirtschaftsdelegation Antwerpen und Brüssel
Bereits zum zweiten Mal nahm das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg damit das Thema Hinterlandverkehr in den Fokus:
Im November 2008 hatte Staatssekretär Drautz mit einer Logistik - Wirtschaftsdelegation Antwerpen und Brüssel besucht, um die Kontakte zwischen Seehäfen und Hinterland und mit den Institutionen, die in der EU für die Gestaltung des Verkehrs zuständig sind, zu verbessern.

